Barkendiek

DER LABRADOR

Gesundheit und Fütterung

Ab 9.Woche null

Unsere Welpen werden auf ein Getreidefreies, Hochwertiges Welpentrockenfutter mit einem Fleischanteil von über 70% eingestellt. Getreide im Futter ist ein Füllstoff und kann evtl. Allergien oder Juckreitz auslösen. Für die Welpenfütterung geben wir einen passenden Futterplan mit. Das Futter hat eine gewisse Restfeuchte und wird von den Welpen gerne gefressen. Wir stellen unsere Welpen auf dreimalige Futtergaben am Tag ein. Das Welpenfutter sollte auf alle Fälle im ersten Lebensjahr gegeben werden. Die auf der Verpackung angegebenen Futtermengen sind oft viel zu hoch. Daher sehen Sie sich Ihren Hund einfach an. Kleine Röllchen hinter den Schulterblättern? - Dann ist Ihr Hund zu dick - weniger füttern! Zeichnen sich deutlich die Rippen ab? - dann ist Ihr Hund zu dünn - mehr füttern! Aber lieber zu wenig als zu viel: Ihr Hund verhungert nicht! Vergessen Sie nicht genügend Wasser bereit zu stellen an einem dem Hund jederzeit zugänglichen Ort - denn das Futter quillt im Magen auf und macht durstig.

9-12 Monate null

Jetzt kann der heranwachsende Hund langsam auf das Futter für den erwachsene Hunde eingestellt werde. Auch hier empfehlen wir ein Getreidefreies Futter mit sehr hohen Fleischanteil. Unsere Hunde werden nun  2x täglich gefüttert: morgens die Hauptmahlzeit, abends  eine kleinere Portion. Zusätzlich geben wir unseren Hunden hin und wieder eine kleine Zwischenmahlzeit: Quark mit Ei und Traubenzucker, Hüttenkäse (bes. bei Durchfall), jegliches Obst (täglich  z.B. Apfel) und Gemüse wie Banane, Apfel, Möhren. Probieren Sie einfach aus. Die Inhaltsstoffe von Gemüse kann der Hundemagen nur vollständig verarbeiten, wenn es leicht angekocht (aufgeschlossen) ist. 1xwöchentlich ein Eßlöffel Diestelöl ins Futter ist gut für den Fellaufbau, 1xwöchentlich ein Eßlöffel Imkerhonig ist gut für den Vitaminhaushalt (Streß- Bewältigung!). Ab und an eine Fischmahlzeit (kein Räucherfisch!) wird er mit Vergnügen fressen. Ebenso rohe, ungereinigte Pansenstücke im Serviettenformat (Hunde lieben diese halb vorverdaute Kost und können sich hiermit das artgerechte Reißen erhalten). Ab und an getrockneter Pansen/ Schweineohren/Fisch als ‘Snack’. Wöchentlich 1-2 Rindermarkknochen sind beliebt und pflegen das Kauwerkzeug (Innendurchmesser beachten: mittlere Größe schiebt sich über den Unterkiefer und kann oft nur unter Narkose entfernt werden!). (Keine Milch füttern - davon gibt es Durchfall, Ziegenmilch ist erlaubt)

Der Labrador ist ein guter Fresser und mag eigentlich alles. Kotfressen von Pflanzenfresser- bzw. Wiederkäuerkot (Kuh/Pferd/Schaf/Hase/Kanin/etc.) ist für uns nicht appetitlich für den Hund aber unbedenklich (weil vorverdaut und aufgeschlossenes Pflanzengemisch). Kotfressen von Allesfressern (Schwein/Mensch/Hund/etc.) ist bedenklich (Mangelerscheinung? - ggf. mit frischem Pansen gegensteuern oder Bauchspeicheldrüse auf Funktion überprüfen). Grasfressen ist für uns lästig für den Hund darmreinigend (ggf. Holz-/Knochensplitter/harte Gegenstände im Darm!).

Das Welpenfutter beinhaltet alle Bestandteile die Ihr Hund im Welpen- und Erwachsenenalter benötigt. Füttern Sie auf keinen Fall noch irgendwelche Futterzusätze wie z.B. Kalk das schadet Ihrem Hund, außer nach Tierarztanweisung und Rücksprache mit dem Züchter bei besonderen Krankheitserscheinungen. Zum Knorpel-/Knochenaufbau kann Canosan, beim Tierarzt erhältlich, zusätzlich gegeben werden. Wichtig ist, daß Sie Ihren Hund besonders im 1. Lebensjahr nicht zu dick füttern. Fressen will er immer (das entspringt seiner Herkunft). Sie können ihm ständig etwas geben (das entspringt nicht seiner Herkunft). Seine Ahnverwandten müssen sich in freier Natur arg abrackern um den täglichen Nahrungsbedarf überhaupt zu decken und werden daher nicht fett! (Die Natur verschwendet keine Energie! - Nur wir Menschen tun es.) Der oft erwähnte Hungertag ist Blödsinn, denn ein Wolf legt keinen Hungertag ein um schlank zu bleiben sondern gelegentlich aus bitterer Notwendigkeit. Eine schmerzhafte ggf. tödliche Magendrehung ist bei dem einen natürliche Auslese, bei dem anderen unverantwortlich! Als kleine Orientierung liegt eine Gewichtstabelle bei. Etwas darüber oder darunter schadet dem Hund nicht. Aber jeder Hund ist ein individuelles Wesen mit individueller Futterverwertung. Deshalb sollten Sie sein Erscheinungsbild und sein Gewicht genau so beobachten, wie seinen Kot- und Urinabsatz. Nur so kann er uns u.a. Störungen und Krankheitserscheinungen mitteilen. Der Labrador wächst schnell und bis zum dritten, vierten Lebensjahr. Der Übergang von Knorpel zu Knochen ist mit ca. 7 Monaten abgeschlossen. Je langsamer dieser Prozeß verläuft, desto besser für seinen Körper- (Knochen-) aufbau.

 

Vermeiden Sie bis zum 6. bzw.-9-Monat:

1. Einen zu dicken Hund!!! Sonst erhalten Sie die Quittung durch schlechte Gelenke!!! Z.B.:
Hündin - 7 Mon. - 52 cm Schulterhöhe - 20 Kg = bestens!
Rüde - 12 Mon. - 57 cm Schulterhöhe - 31 Kg = O.K.!
Rüde - 24 Mon. - 58 cm Schulterhöhe - 32 Kg = O.K.!
Hündin - 24 Mon. - 54 cm Schulterhöhe - 27 Kg = bestens!

Siehe auch Gewichtstabelle.

2. lange Spaziergänge, bei denen der Welpe monoton hinter Ihnen herrennt (rennen will); er holt sich seine Bewegung, die er braucht, auch bei kleinen Spaziergängen, beim Spielen, etc;

3. jegliches Treppensteigen, es belastet seine noch nicht fertigen Knochen und Gelenke und führt zu Fehlentwicklungen;

4. das Toben mit älteren, erwachsenen, besonders großen Hunden; erwachsene Hunde, die keine Welpen großgezogen haben können das richtige Maß beim Toben nicht einschätzen und Ihrem Welpen Schaden zufügen;

5. das Springen über Zäune, Gräben oder beim Spielen etwa mit Bällen, s.o.;

6. das Einspringen ins Auto sondern heben Sie ihn ‘rein, s.o. (mit ca. einem Jahr muß er jedoch allein ‘reinspringen, andernfalls betrachtet er Ihr ‘Reinheben’ als Unterwürfigkeit),

7. still liegen nach Wassergängen; der Labi ist ein Wasserhund und liebt das Wasser und das Schwimmen; trocknen Sie Ihren Hund insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen nach der ind rRückkehr zum Auto, zum Haus oder sofort, wenn er nach einem Wassergang still liegen muß - Sie vermeiden ernsthafte, frühzeitige Erkrankungen!

 

Ein Wort zum Schluß:

1. Der Welpe ist (mehr oder minder auch der erwachsene Hund) ein Kind; er tobt und spielt entsprechend, verletzt sich auch mal an Knochen, Sehnen oder Gelenken oder hat mal diese oder jene Krankheit: durch Infektionen, Umwelteinflüsse, etc. Beobachten Sie Ungewöhnliches, gehen Sie zum Tierarzt! Weniger als ein Kind kann Ihnen der Hund Beschwerden oder Schmerzen mitteilen. Tierärztliche Fachkompetenz kann oft größere Schäden verhindern. Z.B. können je nach Lage des Falles selbst HD, ED oder OCD erkrankte Hunde bei frühzeitigem Erkennen durch kompetente Tieräzte vor Langzeitfolgen bewahrt werden. Achten Sie besonders beim Welpen auf Anzeichen wie Lahmen, Mattigkeit, Freßunlust, übermäßigem Trinken, lustlosem Umherliegen, Verkriechen, Speicheln, ungewöhnlicher Farbe/Konsistenz von Kot und Urin, Fellveränderungen, Ausfluß der Geschlechtsteile, häufiges Kopfschütteln, schlechter Geruch aus Mund oder Ohren, vergrößerte Puppillen, rote Augen oder ständig trockene Nase. Auch das Fieberthermometer kann Krankheitserscheinungen anzeigen: Hunde haben eine normale Körpertemperatur von 38-39 Grad C (Aftermessung). Fieberanzeiger sind rote Augen und heiße Innenohren.

2. Unsere Hunde haben sich dank ihrer hohen Anpassungsfähigkeit auch an die Lebensbedingungen unserer Hochkulturen sprich industriealisierte Umwelt angepaßt. Das was als wildes Wolfserbe noch in ihnen schlummert ist mehr die Wesensverwandtschaft als ihr Körper. Dementsprechend unterliegen Bewegung, Nahrungsaufnahme und andere Körper beeinflussende Faktoren den derzeitigen Bedingungen. Tun Sie sich daher keinen unnötigen Zwang wie z.B ein täglicher 10 Km-Marsch oder Ähnliches. Ganz wichtig aber sind für unsere Hunde Umwelterfahrung. Nehmen Sie ihren Hund, wann immer es möglich ist mit. Natürlich nicht zum Autofahren sondern um die Welt zu erkunden.

Der Labrador ist kein Laufhund sondern intelligenter Arbeiter und Apportierer, Jäger und Wasserhund, d.h.: Bewegung statt Märsche, Wasser statt Radfahren, Spielen statt Dösen, Lernen statt Kümmern: eben aktiv mit Ihnen Leben! Das macht ihn ausgeglichen und gesund!


Labrador Zwinger vom Barkendiek